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Der Einblick

Minimalismus in Sanitärausstellungen



Die Welt verdankt der Schweiz so manche Designklassiker und Ikonen der Architektur. Bescheiden und unauffällig gestaltet die kleine Republik das Zeitgeistgeschehen mit. Da verwundert es nicht, dass dort ein Ausstellungskonzept geboren wurde, das so anders ist und so genial. Seit Ende Juni zieht die graphitschwarze Ausstellung für Sanitär und Fliesen Architekten, Planer und Endkunden an.

Die HUG Baustoffe AG in Nänikon bei Zürich hat sich mit einer ganzen Etage eines Neubaukomplexes an einem optimalen Standort in Volketswil mitten ins „Bienennest“ gesetzt. Die nächsten Wettbewerber befinden sich in der Nähe. Einerseits will man sich mit der Ausstellung von Mitbewerbern absetzen, anderseits lebt man bei HUG einfach seine Ideen und Vorstellungen zur urbanen Gestaltung und Einrichtung.

In der Schweiz ticken die Uhren auch in Sachen Baustoffhandel etwas anders. Der DIY-Markt ist nicht besonders ausgeprägt. Im Gegenteil, der Schweizer hat selbst für kleinere Projekte wie ein neues Bad seinen Architekten. Er gibt auch mehr Geld für die Einrichtung aus. Nicht unbedingt für einen höheren Standard, aber für Individualität. Daher ist das Vertrauen in geschmacklichen und technischen Fragen in den Architekten sehr groß. Die ganze Ausstellung ist eine Bühne, auf der sich die Architekten und das Ausstellungsteam frei bewegen und arbeiten können.
 
Als Kulisse dienen fast schwarze Stellwände. Komplett minimalistisch reduziert sich die Präsentation auf die Produkte. Weiße Keramik auf schwarzem Hintergrund. Die Wirkung ist hypnotisierend. Selbst Standardware wirkt in dem graphitschwarzen Ambiente wie ein Exklusivprodukt. Die Fliese gibt es auch, nur eben nicht direkt in der Badanwendung, sondern in einer sehr großzügigen Fliesenausstellung. Alles ist beweglich in der Ausstellung. Es gibt Collagenbereiche für Armaturen, Waschbecken und Fliesen. Gefällt ein anderes Waschbecken zum Badmöbel besser, wird es einfach geholt und vor die dunkle Wand gehalten. Die Wirkung ist eindeutig und die Entscheidung für den Kunden leicht. 
 
Auch die Wirkung einer Fliese lässt sich so hervorragend testen. Bis auf drei geflieste Kojen in unterschiedlichsten Geschmackswelten finden sich keine Komplettanwendungen. Das Ausstellungsteam vollführt aktive Verkaufsberatung in Reinkultur. Denn die Vorstellungskraft der Kunden wird allein durch die Wirkung der Produkt-Collage in der neutralen Umgebung genährt. „Wir versuchen, den Kunden die Auswahl leichter zu machen. 

Unsere Ausstellung funktioniert wie eine Schaufensterpuppe, die nur ein Kleidungsstück an hat“, erläutert Ausstellungsleiter Marcel Wannsing das Konzept. „Natürlich ist der Verkauf der Schlüssel, um mit so einem Konzept erfolgreich arbeiten zu können. Daher haben wir die Mitarbeiter eng in die Ausstellungsplanung mit einbezogen, denn wir haben hohe Ansprüche an die Beratung.“ Die spürbar hohe Motivation des Teams liegt nicht zuletzt daran, dass der Geschäftsführer Dominik Rieder selbst sehr oft vor Ort mitarbeitet. „Unsere Firmenkultur ist Vertrauen“, so der HUG-Chef, „das Basisvertrauen zu Hauff war bereits durch den guten Kontakt zu dem Berater der Firma Hauff, Jürgen Vogel, gegeben. 

Mit der Zusammenarbeit sind wir in jeder Beziehung sehr zufrieden.“ Gemeinsam wurden die Ideen und Vorstellungen zu der Präsentation von Großformaten, Systemlösungen und den Themen Wellness im Sanitärbereich sowie Indoor-Gartenanwendungen mit dem Innenarchitekten Markus Vering von Hauff erörtert und ein Konzept auf Papier gebracht. 90 % der ersten Planungsvariante wurden nicht mehr verändert.  

Machen Sie sich selbst ein Bild!

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