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Friedrich Bauzentrum, Elz

Kauferlebnis auf 3000 qm


Liegt das Heil der Baustoffbranche in immer größeren Ausstellungen? Für den, der den Raum zur Entwicklung hat, ist Größe eine Option, um sich im weiter verschärfenden Wettbewerb zu differenzieren – selbstverständlich keine Pauschallösung. Einen Verkaufsraum von 3000 qm so zu gestalten, dass sich Besucher darin nicht verlieren oder vom Angebot „erschlagen“ werden, ist eine Leistung für sich. 

„Inspiration – Bauen – Leben“ heißt ein neues Highlight unter den Baustoffausstellungen in Elz bei Limburg. Wem jetzt Assoziationen wie Glitzerwelt, Konsumtempel und Einkaufsrausch in den Sinn kommen, liegt gar nicht so falsch. Übertragen auf die klassischen Fachhandelsthemen der Baustoffbranche finden diese Begriffe aller-dings eine wohltuende und reduzierte Entsprechung in der Erlebnisausstellung des Friedrich Bauzentrums. Die Verkaufs- und Ausstellungsfläche war vor der Erweiterung mit 1400 qm schon nicht klein. Friedrich gehörte mit der 1992/1993 durch Hauff fertiggestellten Ausstellung in der Größenordnung bereits zu den ersten, die Baustoffe auf einer so großen Fläche im Rahmen eines Gesamtkonzepts präsentierten. Die von Hauff konzipierte Ausstellung entsprach zu 100 % dem damaligen Zeitgeist. Baustoffe erleben und Friedrich gehören für Profis, Bauträger und Endverbraucher damit schon lange zusammen. Mit der neuen Ausstellung hat das Einkaufserlebnis bei Friedrich nun eine neue Dimension erreicht. Nicht nur, weil der Größte zu sein auch bedeutet, der Beste zu sein, sondern weil sich die Zeiten geändert haben – und die Kundenbedürfnisse.

Für den Geschäftsführer Andreas Friedrich war die Umstrukturierung der vorhandenen Fläche keine Alternative. Um ganzheitliche Wohnideen in wertiger Umgebung zu zeigen und neue Bereiche wie Sanitär, Fassadium und Indoorgarten zu schaffen, wurde ein imposanter barrierefreier Anbau an das bestehende Gebäude angeschlossen. Für Andreas Friedrich eine logische Konsequenz: „Fliesen waren einer unserer Schwerpunkte. Jetzt zeigen wir die Fliese im Bad als gesamtes Raumkonzept. Sanitär war bis dato eher ein Deko-Objekt für unsere Fliesen. In unseren top-aktuellen 25 Badanwendungen sieht der Kunde die Fliese im Zusammenspiel mit Putz, Armaturen und Sanitärobjekten. Hier können wir jetzt locker mit dem Sanitärfachhandel mithalten und am Markt mitmischen.“ Die neue Erlebnisausstellung spricht gezielt auch Endkunden an. Das zeigen auch die Besucherzahlen und Abverkäufe.

Der Anteil der Endkunden in der Ausstellung liegt bei ca. 80 %. Die Fliesen, die großflächig inAnwendungen oder auf den Hauff XXL-Schränken gezeigt werden, verkaufen sich deutlich besser als bei einer Präsentation auf kleinen Flächen. Jeden Sonntag ist bei Friedrich schauoffen. Das Angebot nehmen jedes Mal zwischen 20 und 40 Interessierte wahr. Die Verweildauer der Besucher in der Ausstellung ist ebenfalls deutlich gestiegen. Hauff hat die Fläche so gestaltet, dass die Neugier die Besucher antreibt, auch in den anderen Sortimentsbereichen auf Entdeckungsreise zu gehen. Jeder Kunde findet hier mehr als erwartet. ‚Wenn ich das hier sehe, könnte ich alles neu machen‘, ist der einhellige Tenor der Besucher. Das Ausstellungsmotto funktioniert: Die Ausstellung inspiriert und weckt Wünsche, die vor dem Besuch noch gar nicht da waren.

Bei Friedrich kann der Besucher gar nicht anders. Anfassen ist Teil der Friedrich-Philosophie. „Die Kunden suchen nach Produkten, die ihnen eine gewisse Sicherheit bieten“, erklärt Andreas Friedrich sein Ausstellungskonzept. „Dass wir Produkte wie Kalkputze nicht nur von außen präsentieren, sondern gleichzeitig die Fassade transparent machen, um den Kunden die unterschiedlichen Dämmsysteme und Vorteile zu erklären, gibt den Kunden das gute Gefühl, für sein Projekt genau die passende Lösung gefunden zu haben.“ Dabei dreht es sich nicht nur um die technische Lösung, auch emotional muss es die richtige Entscheidung sein. Die ideale Dämmung fördert das Wohlgefühl, der Wert der Immobilie wird gesteigert, nach der Sanierung oder Modernisierung wird Energie gespart. Ganzheitlichkeit ist das große Thema bei Friedrich. Technik und Produktdetails sind nach wie vor wichtig, im Vordergrund stehen aber Emotion und Innovation. Den Kunden wird jede Lösung anschaulich erklärt und begreiflich gemacht. Dazu zählt unter anderem die realitätsgetreue Ausgestaltung der Badanwendungen von Hauff. Vieles ist abnehmbar und die Funktion kann genauestens erklärt werden. Der Aha-Effekt der Besucher, die endlich verstehen, was ihnen der Profi vergeblich versucht hat, theoretisch zu erklären, tritt unwillkürlich ein und ist ein schönes Lob an diese einmalige Ausstellung.

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